Spielzeug

Wir vertreten die Ansicht, dass weniger oft mehr ist und sind daher mit Spielzeug nur sehr sparsam ausgestattet. Auch legen wir Wert auf die Schlichtheit der Dinge. Jedes Kind ist ausgestattet mit einer blühenden Phantasie, die wir zur freien Entfaltung kommen lassen wollen. So hat ein einfaches Holzstück beispielsweise die Möglichkeit ein Bügeleisen zu sein, dann ist es ein Auto und wieder später vielleicht ein Telefon.
Gerade Holz ist im Kleinkindbereich ein wunderbares Material. Fast alle Kinder nehmen bis zum 2. Geburtstag die Dinge in den Mund, um sie richtig erfassen zu können. In unseren Anfängen waren wir immer bestrebt den Kindern die Dinge aus dem Mund zu nehmen. Bei erkrankten Kindern wanderten die angesabberten Spielsachen schnell in die Waschmaschine. Heute wissen wir, dass wir uns und den Kindern unnötigen Stress bereitet haben. Forschungsergebnisse haben bewiesen, dass Holz wesentlich hygienischer ist als Plastik. Vorsätzlich mit Bakterien wie Salmonellen, Listerien oder Escherichia coli verseuchte Holzbretter waren im Versuch nach 3 Minuten hygienisch einwandfrei - 99,9 % der Erreger waren abgestorben. Auf den Vergleichsbrettern aus Plastik waren die Mikroorganismen alle noch lebensfähig. Ließ man die verseuchten Bretter bei Raumtemperatur ungewaschen über Nacht liegen, vermehrten sich die Bakterien auf den Kunststoffbrettern. Auf dem Holz konnten am nächsten Morgen keine Mikroorganismen mehr nachgewiesen werden. Holz reduziert krankmachende Keime. Auch bis zu zehnmal wiederholte Beimpfung mit Keimen konnte die antibakterielle Wirkung nicht beeinträchtigen.

Gerade durch unsere Aktivitäten im Außenbereich bieten sich immer neue Spielmaterialien aus der Natur an.
Aber auch altbekanntes darf in unseren Einrichtungen nicht fehlen, so sind Puzzle, Memory, Lego und Holzeisenbahn fester Bestandteil der Spielzeugkiste.