Freies Spiel - angeleitetes Spiel

0 bis 3 Jahre

Bei den Krippenkindern wird dem freien Spiel ein größerer Stellenwert eingeräumt als dem angeleiteten Spiel.
Kinder werden in ihrem Forscherdrang und ihre Lernmotivation gefördert. Diese werden aufrecht erhalten durch die Schaffung einer vielfältig anregenden Umgebung in unterschiedlichen Funktionsbereichen, in denen die Kinder selbst entscheiden, wann sie was, wo mit gleich- oder anders altrigen Spielpartnern wie lange spielen. Auch im Umgang mit Materialien soll den Kindern größtmögliche Freiheit in der Verwendung, Gestaltung und Deutung zugestanden werden. Die Ideen der Kinder sind wertvoll und verdienen große Beachtung.
In diesem freien Spiel lernen Kinder effektiv. Ihre soziale, emotionale, motorische und kognitive Entwicklung wird gefördert, sie erkunden die Umwelt, experimentieren, erwerben Wissen, praktizieren neu erworbene Fähigkeiten, erproben verschiedene Rollen, entwickeln Kreativität und Vorstellungskraft. Sie lernen neue Aufgaben auszuführen, komplexe Probleme zu lösen, mit anderen Menschen in angemessener Weise zu interagieren, Konflikte zu bewältigen, Gefühle auszudrücken und zu kontrollieren. Im freien Spiel werden Kinder also auf vielfältige Weise kompetent, sie entwickeln die Fähigkeiten, die sie benötigen um ein selbständiges, selbst verantwortetes Leben zu führen.
Wir machen natürlich auch Spielangebote. Hierbei ist die Rolle des Erziehers aus der Situation heraus in ein Spiel einzusteigen und den Kindern den nächsten Schritt zu zeigen. Er wird auch ein Spiel anbieten, wenn er merkt, dass die Kinder in der aktuellen Situation keine eigenen Ideen haben.
Auch gibt es zu festen Zeiten ein gemeinsames Musizieren. Es werden Fingerspiele und Lieder im Kreis gelernt und geübt. Kleinere Bastelanregungen, dem Stand der Kinder entsprechend und gemeinsame Ausflüge kommen auch nicht zu kurz.

3 bis 6 Jahre

Bei den Kindergartenkindern wird in zunehmendem Maße das angeleitete Spiel wichtig. Es gibt Zeiten des freien, selbst gewählten Spiels, die mit Projektphasen wechseln. Die Kinder lernen die unterschiedlichsten Spiel- und Arbeitsabläufe kennen, wenn sie malen, basteln, töpfern oder bei der Zubereitung der Mahlzeiten helfen. Auch wird das gemeinsame Spiel im Rollenspiel, bei Gesellschafts- und Wettkampfspielen gefördert.