Familiäre Strukturen

Kinder brauchen familiäre Strukturen für eine gesunde Entwicklung. Sie benötigen ein geschütztes Umfeld, aus dem heraus sie verschiedenste soziale Kontakte knüpfen können. Wir arbeiten mit Themenräumen, um den Kindern keine künstliche Welt vorzusetzen, sondern sie – wie auch zu Hause – in die Räume hineinwachsen zu lassen.
Sie dürfen und sollen sich das Haus erobern, die Küche, das Spielzimmer, den Schlafraum und den Wohnraum. Auch die gefährliche Treppe ist eine wichtige Erfahrung. Wer einmal erlebt hat, wie ein Laufanfänger das erste Mal freudestrahlend, die oberste Stufe erklommen hat und tapsend neue Welten zu entdecken beginnt, der wird auch das nächste Mal lieber aufmerksam hinten dran stehen, um jeder Zeit zupacken zu können, als den Kleinen schnell mal eben hinauf zu tragen. Wir werden also nicht nur gemeinsam spielen, sondern auch aufräumen, kochen, waschen und putzen.
Kinder brauchen Kinder. Auch die Kleinsten haben das Bedürfnis nach einem Gegenüber. Am schnellsten lernt ein Kind von einem etwas älteren. Ein Erwachsener hat einen so weiten Vorsprung in seinem Können, dass es dem kleinen Kindern oftmals unmöglich erscheint hier mitzuhalten. Andere Kinder jedoch sind nur wenig weiter und spornen dadurch zur Nachahmung an. So finden Lernprozesse in enormen Umfang statt und oftmals wundern sich die Eltern, wie schnell ihr Kind es gelernt hat, alleine zu essen, nicht mehr aus der Flasche zu trinken, zu bauen, etc.; auch die Sprachentwicklung wird hierdurch positiv beeinflusst.